Die betriebliche Ausbildungsarbeit ist schwierig geworden. Seit Inkrafttreten des ersten Berufsbildungsgesetzes am 1. September 1969 ist eine fortschreitende Steigerung der inhaltlichen, organisatorischen und der pädagogischen Anforderungen an die duale Ausbildung in den Wirtschaftsbetrieben zu verzeichnen. In diesem Beitrag werden am Beispiel moderner Ausbildungsarbeit bei der Firma Henkel in Düsseldorf aktuelle Kompetenzanforderungen an das betriebliche Ausbildungspersonal beschrieben, die sich aus den Anforderungen des Unternehmens, den Prozessrealitäten und den von den Auszubildenden zu erwerbenden Kompetenzen ableiten.
Das Konzept Wissensmanagement umfasst die systematische Repräsentation, Kommunikation, Generierung und Nutzung von Wissensbeständen einer Organisation. Damit ist ein Berühungspunkt zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung gegeben, deren primäres Ziel ebenfalls die Vermittlung und Verbreitung von Wissen ist. Der Frage nach den Auswirkungen von erfolgreichen Ansätzen des Wissmanagements auf die betriebliche Bildungsarbeit geht das im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) angesiedelte Projekt "Wissensmanagement und betriebliche Bildungsarbeit" (WIMBA) nach. Der Beitrag zeigt, welche Ansätze des Wissensmanagements für die Aus- und Weiterbildung schon genutzt werden und welche Entwicklungen für die betriebliche Qualifizierungsarbeit zu erwarten sind.
Die Nutzung von E-Learning in Klein- und Mittelbetrieben (KMU) braucht andere Konzepte und Lösungen als in Grossunternehmen. Online-Communities (informelle Personengruppen oder - netzwerke) sind dafür eine geeignete Lernform, die solche Konzepte unterstützen können. Insbesondere organisationsübergreifende Online-Communities werden künftig für arbeitsplatznahes, selbstgesteuertes, informelles Lernen und für das Wissensmanagement in KMU noch mehr an Bedeutung gewinnen. Beispiele demonstrieren bereits jetzt, dass Online- Communities eine zusätzliche Lerngelegenheit in Arbeitszusammenhängen sind. Für eine optimale Nutzung müssen diese stärker in die betriebliche Lern- und Arbeitsorganisation integriert werden. Der Beitrag beschreibt das Potenzial von Online-Communities für KMU und geht auf die Nutzung und Akzeptanz dieser Lernform und ihre Einbindung in die betriebliche Bildungsarbeit ein.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat untersucht, in welchem Umfang Privatwirtschaft und öffentlicher Dienst Personal- und Sachkosten für die betriebliche Berufsausbildung aufwenden. Die auf das Jahr 2000 bezogene Erhebung schliesst das gesamte Bundesgebiet sowie alle Ausbildungsbereiche ein. In dem Beitrag werden das methodische Vorgehen (Vollkostenrechnung) und wichtige Ergebnisse dargestellt. Diese zeigen, dass insgesamt erhebliche Leistungen bei der beruflichen Bildung erbracht werden, verdeutlichen aber auch, dass die Bildungsarbeit in den Betrieben wirtschaftlicher durchgeführt wird bspw. durch eine effizientere Gestaltung der Ausbildungsprozesse. In Ostdeutschland liegen die Brutto- und Nettokosten unter denen in Westdeutschland.
Zunehmend sehen die Unternehmen die Weiterbildung der Mitarbeiter als strategischen Erfolgsfaktor. Das bedeutet für die betriebliche Bildungsarbeit, die Weiterbildung effektiv zu gestalten, sie pädagogisch wirksam und wirtschaftlich effizient durchzuführen. Wie eine gemeinsam vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (IES) durchgeführte Untersuchung zeigt, sehen Unternehmen im Bildungscontrolling ein wichtiges Instrument, um Effizienz und Effektivität ihrer am betrieblichen Bedarf orientierten Bildungsarbeit zu verbessern. Allerdings gibt es das einheitliche Konzept für das Controlling nicht - die Praxis hat eine Vielfalt eigener Lösungen gefunden -, so das Fazit der in mittleren und großen Unternehmen durchgeführten Erhebung.
Der Beitrag berichtet über die ersten Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das die Möglichkeiten von Bildungscontrolling als Planungs- und Steuerungsinstrument der betrieblichen Weiterbildung untersucht. Im Rahmen des Referenz-Betriebs-Systems (RBS) wurden rund 1.700 Betriebe zu den Konzepten befragt, die sie zur Verbesserung ihrer betrieblichen Weiterbildung heranziehen. In den meisten Betrieben sind entweder allein qualitätssichernde Verfahren oder diese in Kombination mit Evaluation bedeutsam. Bildungscontrolling kommt dagegen in der Regel nicht ausschließlich, sondern nur im Zusammenhang mit anderen Konzepten vor. Dennoch greifen Betriebe in ihrer betrieblichen Weiterbildungsarbeit vielfach auf Elemente des Bildungscontrollings zurück. Ermittelt wurde, welche Elemente des Bildungscontrollings (Kostenerfassung, Planung, Bewertung, Nutzen/Transfer) angewandt werden, und wie die Betriebe die Funktion und Bedeutung des Bildungscontrollings einschätzen.
In der Diskussion um den Stand der Berufsausbildung scheint in einzelnen Unternehmen eine gewisse Unsicherheit über die Bedarfsermittlung für die neu abzuschließenden Ausbildungsverträge verbreitet zu sein. Dieses ist angesichts der allgemeinen Forderung nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz der betrieblichen Bildungsarbeit schon bedenklich genug. Aber zusätzlich muss man die Zunahme der Entkopplung von Beschäftigungssystem und Bildungssystem - wie sie aus dem tertiären Bildungssektor bekannt ist - auch für die berufliche Erstausbildung befürchten. Am Beispiel der Metall- und Elektroindustrie zeigt dieser Artikel Wege zu einer vorausschauenden Bedarfsorientierung. Darüber hinaus wird die Umsetzungsperspektive um den Blick auf den Weg der zwischenbetrieblichen Ausbildungsverbünde erweitert.
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