Um dem Fachkräftemangel im Bereich Elektrotechnik zu begegnen, wurde an der FH Aachen in Kooperation mit den zuständigen Kammern ein neuartiger Studiengang entwickelt. Der Beitrag beschreibt das Orientierungs- und Bildungsangebot, bei dem zeitgleich sowohl die praktischen Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb als auch die Erfahrungen aus dem Studium eine Entscheidungsfindung für den weiteren Bildungsweg ermöglichen.
Um dem Fachkräftemangel im Berufsfeld Frühe Bildung entgegenzuwirken, bringen die Bundesländer neue Ausbildungsmodelle für Erzieher/-innen auf den Weg. In Baden-Württemberg wurde 2012 ergänzend zur schulischen Ausbildung eine praxisintegrierte, durchgehend vergütete Ausbildung geschaffen. Im Beitrag werden Studienergebnisse vorgestellt, die auf Basis neuer Daten einer Onlinebefragung der Absolventinnen und Absolventen an fünf Fachschulen für Sozialpädagogik gewonnen wurden. Untersucht wird die Frage, ob es gelungen ist, zusätzliche Zielgruppen für die frühe Bildung zu erreichen und ob diese im Berufsfeld verbleiben.
Jährlich werden Ranglisten der am stärksten besetzten Ausbildungsberufe gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO) veröffentlicht. Schulische Berufsausbildungen werden in diesen Rangfolgen nicht ausgewiesen. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Statistiken ermöglicht es, auch die schulischen Berufsausbildungen bei den Rankings einzubeziehen und dadurch den Blick auf das Feld zu vervollständigen. Es wird einmal mehr deutlich, dass die Berufspräferenzen junger Frauen häufig außerhalb des Ausbildungssystems nach BBiG/HwO liegen.
Einem Großteil der Schüler/-innen, die den Beginn einer Berufsausbildung direkt nach der neunten Klasse anstreben, gelingt der Übergang nicht oder nur nach einer Verzögerung. Dies lässt sich zum Teil auf Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung und auf nicht realisierbare berufliche Ziele zurückführen. Praktika sind eine zentrale Möglichkeit der schulischen Berufsorientierung. Der Beitrag zeigt, dass Schüler/-innen, die ein Praktikum absolviert und die dabei gesammelten Erfahrungen positiv wahrgenommen haben, den geplanten Übergang in die Berufsausbildung eher realisieren können und zudem eine geringere Übergangsdauer benötigen.
Die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung wird gerade in der Politik viel beschworen. Doch sieht die Realität oft anders aus. Hürden am Übergang zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung belegen die mangelnde Durchlässigkeit unseres Bildungssystems und auch am Arbeitsmarkt ergeben sich Unterschiede bei der Verwertung der Abschlüsse. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich in ihrem Zukunftsvertrag für NRW in dieser Hinsicht viel vorgenommen, wie Arbeitsminister Karl-Josef Laumann im Interview erläutert.
Im Corona-Krisenjahr 2020 können die Daten der iABE Hinweise geben, welche Effekte die Pandemie auf die (realisierte) Nachfrage junger Menschen nach Bildungsangeboten hat. Das Poster präsentiert hierzu Zahlen.
Mit der zweijährigen beruflichen Grundbildung mit Berufsattest (EBA) wurde das Berufsbildungssystem in der Schweiz durch ein Bildungsangebot ergänzt, das die berufliche Integration verbessern und gleichzeitig niederschwellig sein soll. In einer Befragung zeigt sich jedoch, dass die Mehrheit der EBA-Lernenden – insbesondere aus sonderschulischen Settings oder mit Migrationshintergrund – nicht direkt in die Ausbildung einsteigt, sondern zuvor Brückenangebote nutzt. Im Beitrag werden diese Übergangsphasen beschrieben und untersucht, welche Gruppen von Jugendlichen verzögert in die Ausbildung einsteigen und wie sich dies auf ihre Erfahrungen zu Beginn der Ausbildung auswirkt.
Angesichts zunehmender Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen, wurden in den letzten Jahren die Anstrengungen verstärkt, Studienaussteigende für eine berufliche Ausbildung zu gewinnen. Ein besonderer Fokus der Angebote liegt dabei auf Verkürzungen der Ausbildungsdauer. Eine Anrechnung hochschulischer Lernleistungen in der Ausbildung ist allerdings bislang rechtlich nicht möglich. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, welche Verkürzungsoptionen Studienaussteigenden, die sich für eine Berufsausbildung interessieren, in der Praxis angeboten werden und wie diese sich zu den bestehenden Regelungen verhalten. Damit einher geht auch die Frage, ob eine Änderung bisheriger Regelungen erforderlich oder sinnvoll ist, um die Berufsbildung als Alternative zur Hochschule zu stärken.
EU-Strategiepapiere zur beruflichen Bildung verweisen auf die Bedeutung des Erwerbs von Schlüsselkompetenzen in der beruflichen Bildung. Gleichzeitig wird in den Papieren betont, dass in diesem Bereich noch erheblicher Handlungsbedarf besteht, um diese Kompetenzen im Bildungssystem zu verankern und sichtbar zu machen. Im Beitrag wird der Entwicklungsstand für die schulische Berufsbildung in Österreich dargestellt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Betrachtung der transversalen (= überfachlichen) Schlüsselkompetenzen.
Während der Schulzeit haben Jugendliche häufig unklare Berufswünsche. Daher spielen Angebote zur Berufsorientierung und Beratung eine wichtige Rolle. In diesem Beitrag werden die Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen der Bildungsberatung im Nationalen Kolleg für technische Berufsausbildung in Mexiko (CONALEP) dargestellt. Der Beitrag geht der Frage nach, wie es dem CONALEP gelingt, Bildungsberatung im berufsschulischen Alltag zu verankern, obwohl diese kein regulärer Bestandteil der Curricula ist. Abschließend werden Optionen aufgezeigt, wie das Konzept der Bildungsberatung des CONALEP weiterentwickelt werden kann.
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