Multinationale Unternehmen wählen Englisch als Unternehmenssprache, weil sie davon ausgehen, dass dieses als Lingua Franca die Kommunikation über sprachliche und kulturelle Differenzen hinweg erleichtere. Allerdings unterscheiden sich in interkulturellen Teams die Erwartungen an Kommunikation: so können alltägliche Äußerungen wie Bitten oder Rückfragen bereits als unhöflich verstanden werden, wenn muttersprachliche Muster des Bittens oder Fragens in die Fremdsprache übertragen werden. Mehrsprachige Teams stehen damit vor sprachlichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, wenn eine effiziente Zusammenarbeit und Kommunikation möglich sein soll. Im Beitrag werden anhand eines Fallbeispiels mögliche Probleme in der Lingua-Franca-Kommunikation sowie Lösungsstrategien skizziert. Hierbei werden beobachtbare Sprachpraxis sowie Einschätzungen der Teammitglieder gegenübergestellt und die Rolle der Sprachpolitik des Unternehmens herausgestellt.
Die Rekrutierung eines hohen Anteils von Auszubildenden aus dem Reservoir der "sozial Benachteiligten" im Handwerk führt häufig zu Konflikten in der beruflichen Bildung. Der adäquate Umgang mit diesen Auszubildenden erfordert ein gut qualifiziertes Ausbildungspersonal in Fragen der Konfliktmanagementfähigkeiten und der interkulturellen Kommunikationskompetenzen. Darüber hinaus ist eine Stärkung der institutionalisierten Formen von Konfliktregelungsmechanismen in und zwischen den mit der Ausbildung befassten Lernorten erforderlich. Das Projekt "Interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement für Ausbilder aus Betrieb, Bildungsstätte und Berufsschule" der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) soll Konflikte entschärfen helfen. Der Beitrag beschreibt den Hintergrund, die Durchführung und die Evaluierung des Projekts. Das Projekt offenbart einen hohen Aus- und Fortbildungsbedarf der handwerklichen Ausbilder in Fragen der pädagogischen Handlungskompetenzen. Die hohe Zahl von Ausbildungsabbrüchen macht deutlich, dass die Betriebe, insbesondere im Handwerk, im Umgang mit Jugendlichen überfordert sind. Statt Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung wäre eine Förderung der pädagogischen Grundqualifikation, insbesondere der betrieblichen Ausbilder, notwendig.
In the current debate on a possible reform of the education systems, the President of the Federal Institute for Vocational Education and Training, Manfred Kremer, calls for a greater flexibility of pathways, especially easier transistions between vocational education and higher education. The European Qualfications Framework (EQF) and the European Credit System in Vocational Education and Training (ECVET) are viewed as an opportunity to redress the undervaluing of in-company vocational training in Europe.
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