Mit dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe werden die bislang drei beruflichen Pflegeausbildungen in einem Pflegeberufegesetz zusammengeführt. Zugleich wird dort auch die hochschulische Pflegeausbildung rechtlich verankert. Was ist neu? Wann startet die neue Pflegeausbildung und welche Aufgaben nimmt das BIBB in diesem Kontext wahr? Der Beitrag informiert über den aktuellen Sachstand und die wichtigsten strukturellen und inhaltlichen Änderungen.
Das Schwerpunktthema dieser BWP-Ausgabe greift die Leitlinie 4 des Innovationskreises berufliche Bildung (IKBB) zur Modernisierung der beruflichen Bildung auf und behandelt zentrale Aspekte wie u.a. das Konzept der "Ausbildungsbausteine", die Umorientierung der Ausbildungsordnungen auf Kompetenzbeschreibungen, Überlegungen zu Berufsfamilien mit gemeinsamen Kernqualifikationen, Fragen der Durchlässigkeit und Transparenz im Bildungssystem sowie Ansätze zur besseren Verzahnung von Aus- und Weiterbildung in der Ordnungsarbeit. Im BWP-Interview erläutert Ministerialrat Arno Leskien (BMBF) welche Teilerfolge auf dem Weg der Flexibilisierung des deutschen Berufsbildungssystems bereits zu verzeichnen und welche weiteren Schritte noch zu meistern sind. Angesichts der Herausforderungen für das (Berufs-) Bildungssystem plädiert BIBB-Präsident Manfred Kremer im Kommentar zum Heft für mehr Offenheit bei der Erprobung und empirischen Prüfung alternativer Modelle und Konzepte. Weitere Themen der Ausgabe sind Erfahrungen bei der Entwicklung zweisprachiger Ausbildungsmodule im Rahmen eines Leonardo-Projekts sowie Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen bei Auslandsaufenthalten während der Ausbildung.
Die bisherige Ausbildungslücke bei Ausbildungsberufen des Dienstleistungssektors soll nunmehr in den drei Bereichen Veranstaltung, Sport und Gesundheit geschlossen werden. Für die drei neuen Ausbildungsberufe "Veranstaltungskaufmann", "Sport- und Fitnesskaufmann", "Kaufmann im Gesundheitswesen" wurden die bildungspolitischen Eckwerte beschlossen. Die drei kaufmännischen Berufe sind durch gemeinsame Kernqualifikationen miteinander verbunden, die die Hälfte der Ausbildungszeit einnehmen. Wenn die Erarbeitung der Curricula planmässig verläuft, kann erstmalig ab August 2001 in diesen Berufen ausgebildet werden. Der Beitrag stellt die jeweiligen Ausbildungsprofile kurz vor.
Das deutsche Handwerk will das berufliche Bildungssystem flexibler und leistungsfähiger gestalten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat dafür ein Konzept entwickelt, das auf flexiblere, aber gleichzeitig leistungsfähige und qualitätssichernde Strukturen der beruflichen Bildung zielt. Zentrales Anliegen des Reformvorschlages ist es, der Jugend neue Ausbildungsperspektiven zu eröffnen, die Aus- und Weiterbildungsbereitschaft der Betriebe zu fördern sowie Aus- und Weiterbildung stärker zu verzahnen. Als konsequente Weiterentwicklung des dualen Systems wird eine stärkere Differenzierung der Ausbildung angestrebt, die gemeinsame Kernqualifikationen sowie mehrere bundeseinheitlich geregelte Wahlpflichtbausteine vorsieht. Weitere Elemente sind die Kooperation der Lernorte, die Modernisierung des Prüfungswesens und neue Fortbildungswege.
Rezensiert werden das Lehrbuch "Informations- und Telekommunikationstechnik. Kernqualifikationen" von Peter A. Kracke und Linus Beilschmidt sowie das Tabellenbuch "Tabellenbuch Informations- und Telekommunikationstechnik" von Arzberger u.a.
Mit der Einführung von vier neuen IT-Ausbildungsberufen sind konzeptionelle Innovationen hinsichtlich der Struktur der Ausbildungsberufe, ihrer didaktischen Leitlinien und des Prüfungsmodells verbunden. Die vier neuen IT-Berufe (IT-Systemelektroniker/IT-Systemelektronikerin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin, IT-Systemkaufmann/IT-Systemkauffrau, Informatikkaufmann/Informatikkauffrau) schließen eine strukturelle Ausbildungslücke und leisten einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion über Zukunftsfähigkeit und Flexibilisierung des dualen Systems. In dem Beitrag werden neben allgemeinen Überlegungen zum Strukturwandel, zum Fortbestand der dualen Berufsausbildung und zu den strukturellen Ausbildungsdefiziten der IT-Branche das Konzept der neuen IT-Ausbildungsberufe und ihre zentralen Begriffe erläutert. Im Rahmen einer Basisqualifizierung werden alle vier Ausbildungsberufe über gemeinsame Kernqualifikationen verbunden, die auf ein ganzheitliches Aufgabenverständnis abzielen und berufliche Flexibilität sowie Lernfähigkeit für wechselnde IT-Fachaufgaben sichern. Auf diesen Kernkompetenzen baut dann die Fachbildung auf, die offen gestaltet wird für vielfältige Spezialisierungen.
Der Beitrag stellt die Struktur und die Elemente des neuen Ausbildungskonzepts im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik vor, nach dem ab August 1996 ausgebildet werden soll. Ausgebildet werden folgende Berufsbilder: IT-Systemelektroniker/IT-Systemelektronikerin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin, IT-Systemkaufmann/IT-Systemkauffrau und Informatikkaufmann/Informatikkauffrau. Die Ausbildung gliedert sich in zwei Teilziele: die gemeinsamen Basis- bzw. Kernqualifikationen und die Fachbildung. Der Vermittlung der Basisqualifikationen liegt ein ganzheitliches Berufsbildverständnis zugrunde, das sich an den Geschäftsprozessen orientiert. Auf diesen Kernkompetenzen baut dann die Fachbildung auf, die für vielfältige Spezialisierungen offen gestaltet wird. Um die Kompatibilität der Abschlussprüfung mit der beschriebenen Qualifikationsstruktur zu sichern, wurde ein neues Prüfungsmodell entwickelt, dessen Grundlage die Projektarbeit darstellt.
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