Die Reform des IT-Weiterbildungssystems (IT-WBS) stellt einen bedeutsamen Schritt zur Modernisierung der höherqualifizierenden Berufsbildung im IT-Sektor dar. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und der rasanten technologischen Entwicklungen war eine Anpassung des bestehenden Systems, das auf einer bundeseinheitlichen Fortbildungsregelung beruht, unvermeidlich. Die Novellierung zielt darauf ab, die Attraktivität und Effektivität des IT-WBS für Fachkräfte zu steigern und es an die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarkts anzupassen. Die neuen Abschlüsse treten am 1. November 2024 in Kraft.
The amendment of the Vocational Training Act (Berufsbildungsgesetz, BBiG) and of the Crafts and Trades Regulation Code (Handwerksordnung, HwO) in 2020 included the integration of the three level approach for advanced training occupations leading to higher level vocational education and training (VET) qualifications. For each level new standard denominations were introduced, designated as Certified Professional Specialist, Bachelor Professional and Master Professional, also in order to facilitate international connectivity. This article sheds light on the background of the amendment, presents the implementation measures that have taken place so far, and indicates some open issues.
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Verena Schneider; Gunther Spillner; Henrik Schwarz
Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) von 2020 wurden auf drei Fortbildungsstufen der höherqualifizierenden Berufsbildung die einheitlichen und international anschlussfähigen Abschlussbezeichnungen Geprüfte/-r Berufsspezialist/-in, Bachelor Professional und Master Professional rechtlich verankert. Der Beitrag beleuchtet die Hintergründe der Neuregelung, stellt die bisherigen Maßnahmen zur Umsetzung vor und verweist auf offene Fragen.
Wird die berufliche Bildung in Europa angesichts der Informatisierung der Gesellschaft, der Polarisierung des Arbeitsmarkts, des allgemeinen Trends zur Höherqualifizierung sowie der zunehmenden Bedeutung allgemeiner Kompetenzen immer mehr zum Randphänomen? Oder erlebt die berufliche Bildung durch die Etablierung höherer Berufsbildung sowie vereinte politischen Anstrengungen gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel, wie etwa die Europäische Ausbildungsallianz, künftig eine Renaissance? Der Beitrag präsentiert derzeit in Europa diskutierte Szenarien zur Zukunft der Berufsbildung, die im Rahmen eines Cedefop-Projekts entwickelt wurden.
Zwischen dem Abschluss der Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schule und dem Eintritt ins Erwerbsleben bieten sich Jugendlichen je nach Qualifikation und Interesse verschiedene (Aus-)Bildungsmöglichkeiten. Wie sich die Jugendlichen auf diese unterschiedlichen Bildungsstationen verteilen und welche Veränderungen sich in den vergangenen zwölf Jahren ergeben haben, zeigen die Daten der integrierten Ausbildungsberichterstattung (iABE).
2013 gab es erstmals mehr Studienanfänger/-innen in Deutschland als Anfänger/-innen einer dualen Berufsausbildung. Auch wenn doppelte Abiturjahrgänge zu dieser Entwicklung beigetragen haben, spiegelt sich hier ein allgemeiner Trend zur Höherqualifizierung wider. Ist die duale Berufsausbildung insbesondere für Studienberechtigte nicht mehr ausreichend attraktiv? Diese Frage wird im Beitrag beleuchtet.
Die berufliche Qualifikationsstruktur in Deutschland weist seit geraumer Zeit eine Tendenz zur Höherqualifizierung auf. Laut OECD sind die Akademikerzahlen in Deutschland im internationalen Vergleich jedoch immer noch sehr niedrig und es wird geraten, diese zu erhöhen. Welche möglichen Folgen eine einseitige Ausrichtung auf die Erhöhung der Akademikerquoten für die Entwicklung der Qualifikationsstruktur der deutschen Bevölkerung haben könnte, soll hier aufgezeigt werden. Dazu werden die Entwicklung der Studierendenzahlen und Übergänge zwischen den Qualifikationsbereichen untersucht sowie Entwicklungen zu Nachfrage und Angebot von Qualifikationen seit 1996 dargestellt bzw. mithilfe entsprechender Modellrechnungen bis zum Jahr 2030 prognostiziert.
The labour markets trends of tomorrow began yesterday. Past developments are being acted upon in order to make projections for the future. The dominant trend in terms of the supply of skilled workers is demographic development, whereas on the demand side the primary focus is on economic development. The aim of current labour market progress is to indicate which trends are currently most likely to loom large without necessarily being inevitable. Such prognoses constitute a concentrated point of focus for policy options. Where, however, do their opportunities and limits lie?
Durch den demografischen Wandel geraten Qualifikationsnachfrage und -angebot aus dem Gleichgewicht. Diese gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Tendenzen treffen auf Entwicklungen im Berufsbildungssystem, die eine breite Flexibilisierungsdebatte ausgelöst haben. Herausforderung für das Berufsbildungssystem ist, Höherqualifizierung in erheblichem Umfang zu ermöglichen, aber zugleich die Ausbildung in der notwendigen Breite, d. h. Ausbildung für alle, sicherzustellen. Als wesentliche Inhalte dieser Debatte nennt Kremer: 1. Alternative Wege zur umfassenden beruflichen Handlungskompetenz zulassen. Dabei steht das unbedingte Festhalten an einem in sich geschlossenen Bildungsgang, dessen Teile als Ganzes entwickelt und umgesetzt werden, der Auffassung gegenüber, dass volle berufliche Handlungsfähigkeit auch über Ausbildungsbausteine erworben werden kann. 2. Das Berufsbildungssystem stärker zur schulischen Berufsausbildung hin erweitern und öffnen. 3. Berufsausbildungsgänge kompetenz- und outcomeorientiert gestalten. 4. Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit schaffen.
Der folgende Beitrag stellt die Möglichkeit für Facharbeiter der neugeordneten Metall- und Elektroberufe dar, sich im Rahmen der Aufstiegsfortbildung im Bereich der Konstruktion zu qualifizieren. Die Qualifikationsanforderungen im Bereich der Konstruktion und die dafür geplante Aufstiegsfortbildung werden skizziert.
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