Ein ganzheitlicher Bildungsauftrag ist laut Berufsbildungsgesetz Kernelement der Ausbildung im dualen System. Angesichts zunehmender Politikverdrossenheit und Populismus fragen sich ausbildende Betriebe verstärkt, welche Aspekte politischer Bildung sie vermitteln können, ohne Gefahr zu laufen, seitens der Auszubildenden als weltanschaulich tendenziös oder manipulativ wahrgenommen zu werden. Der Beitrag zeigt auf, welche Anknüpfungspunkte hierfür die seit 2021 geltenden Standardberufsbildpositionen bieten. Ziel ist es u. a., übergreifende Kompetenzen, die auch Teil der beruflichen Handlungsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt sind, über die gesamte Ausbildung zu fördern. Dazu gehören auch gesellschaftlich-demokratische Kompetenzen und Werte wie Partizipation, Diskursfähigkeit, Solidarität und Toleranz.
According to the Vocational Training Act, a holistic educational remit forms a core element of training in the dual system. In light of increasing political disenchantment and popularism, more and more companies providing training are wondering which aspects of civic education they can impart without running the risk of being perceived by the trainees as ideologically biased or manipulative. This article illustrates the points of reference offered in this regard by the standards in all occupational profile positions, which have been applicable since 2021. One of the aims is to foster cross-cutting competencies, which also form part of the employability skills set in the modern world of work, over the entire apprenticeship. These also include societal and democratic competencies and values such as participation, the ability to enter into discourse, solidarity and tolerance.
Im April 2023 hat das Fachforum Berufsbildung in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein Positionspapier vorgelegt, in dem die Besonderheiten und die spezifischen Stärken der Berufsbildung für die BNE dargelegt werden. Ziel und Inhalte des Positionspapiers werden im Beitrag vorgestellt.
Für alle Ausbildungsberufe, die ab dem 1.8.2021 in Kraft treten, gelten neue Ausbildungsstandards, die von einer Arbeitsgruppe des Hauptausschusses erarbeitet wurden. Als sogenannte Standardberufsbildpositionen werden sie in Ausbildungsverordnungen verankert. Eine davon umfasst das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Im Interview erläutern die beiden Vorsitzenden der AG, welche Ideen und Ziele mit dem neuen Standard „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ verknüpft sind und wie er Eingang in die Ausbildungspraxis findet.
Die strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildungspraxis ist ein wesentliches Ziel des Nationalen Aktionsplans. Neben Anpassungen auf curricularer Ebene durch die neuen Standardberufsbildpositionen spielt die gezielte Verankerung von Angeboten in der Bildungspraxis, flankiert durch eine pädagogische Begleitung des Aus- und Weiterbildungspersonals, eine zentrale Rolle. In dem Projekt Transfer von Nachhaltigkeit in die berufliche Aus- und Weiterbildungspraxis (TraNaxis) wird mit dem Ansatz einer doppelten Multiplikatorenqualifizierung dieser Transferweg erprobt.
Die Digitalisierung macht auch vor dem historisch gewachsenen und traditionsbewussten Handwerk nicht halt. Seit den letzten Neuordnungen der handwerklichen Elektroberufe gab es in der Berufspraxis einschneidende Veränderungen. Für die Sozialpartner war dies Anlass, im Jahr 2019 ein Neuordnungsverfahren anzustoßen. Der Beitrag präsentiert zunächst anhand der mit den Sachverständigen diskutierten Perspektiven den stattfindenden Wandel in der Berufsgruppe. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil die wichtigsten Änderungen der neugeordneten Berufe vorgestellt.
Die dritte reguläre Sitzung sowie eine außerplanmäßige Sitzung des Hauptausschusses fanden unter der Leitung von Dr. Hans-Jürgen Metternich, Beauftragter der Arbeitgeber, statt. Beraten wurde unter anderem die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie, die Anwendung der modernisierten Standardberufsbildpositionen, neue Abschlussbezeichnungen und Lernumfänge bei Fortbildungsordnungen sowie ein neues Themencluster zur ordnungsbezogenen Forschung, das Eingang in die BIBB-Forschungsplanung gefunden hat.
Der Hautpausschuss des BIBB hat zum ersten Mal in seiner 50-jährigen Geschichte virtuell als dezentrale Videokonferenz getagt: Unter dem Vorsitz von Dr. Hans Jürgen Metternich, Beauftragter der Arbeitgeber, beschäftigte sich das Gremium gemäß der aktuellen Lage mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Berufsbildungssystem. Zudem wurde eine neue Empfehlung zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sowie aktualisierte Empfehlungen für das "Führen von Ausbildungsnachweisen" und zum "Zeugnismuster für alle anerkannten Fortbildungsabschlüsse" beschlossen.
In der Sommersitzung des Hauptausschusses stand die Beratung zum Thema „Sprache in Prüfungen“ im Zentrum. Weitere Tagesordnungspunkte waren u. a. die erstmals unterjährige Fortschreibung des Jahresforschungsprogramms 2019, Ergebnisse der BIBB-Erhebung „Aufwand und Nutzen der Individuen bei beruflicher Weiterbildung“ und Neuerungen bei den Open-Access-Publikationen des BIBB. Ferner berichteten die Arbeitsgruppen des Hauptausschusses zum Sachstand der Themen „Modernisierung der Standardberufsbildpositionen“ und „Durchlässigkeit“. Geleitet wurde die Sitzung von der Vorsitzenden Dr. Alexandra Bläsche, Beauftragte der Länder.
Im Zentrum der ersten Hauptausschusssitzung 2019 stand die Beratung der aktuellen Ausbildungsplatzsituation, wie sie jährlich anlässlich der Aussprache zum Berufsbildungsbericht der Bundesregierung geführt wird. Weitere Beratungspunkte waren Themencluster der mittelfristigen BIBB-Forschungsplanung für den Zeitraum 2019 bis 2025, Durchlässigkeit zwischen hochschulischer und beruflicher Bildung sowie die Modernisierung der Standardberufsbildpositionen. Geleitet wurde die Sitzung von der Vorsitzenden Dr. Alexandra Bläsche, Beauftragte der Länder.
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